FDP Neujahrsapéro mit Herrn Andreas Felder

Ein Hotel, das in sechs Stunden nachwächst

FDP Waldstatt Neujahrsapéro. Projektleiter Andreas Felder stellte die Machbarkeitsstudie für das geplante erste Vollholzhotel der Schweiz vor. Der verbrauchte Rohstoff Holz würde in lediglich sechs Stunden in der Schweiz wieder nachwachsen. Die Projektleitung konzentriert sich in der momentanen Phase auf Investorengespräche für die drei möglichen Standorte Waldstatt, Gais und Trogen. Gemäss Felder bestehen viel versprechende Kontakte. Je nach Investor liegt der eine oder andere Standort an erster Stelle. Bis ein baureifes Projekt vorliegt, bleibt aber noch viel zu tun.

Mit einem Sketch als Putzfrau eröffnete die Präsidentin der FDP Waldstatt, Ursula Weibel, das neue Jahr und parodierte als Strategieberaterin die Bundesratswahlen sowie die Gemeindepolitik des vergangenen Jahres sehr humorvoll und gekonnt. Nebst den rund 30 Personen begrüsste sie zum Neujahrsapéro den Referenten, Andreas Felder, in seiner Funktion als Projektleiter Hotelprojektes in Ausserrhoden.

Am Anfang war eine Vision

Die Vision war die Realisierung eines einzigartigen Hotels in Ausserrhoden, das durchwegs aus Vollholz gefertigt wäre und in dieser Art in der Schweiz noch nicht existiert. Es soll als 4-Sterne Hotel mit umfangreichem Wellbeing & Health Angebot in den Wachstumsmärkten Gesundheit und Nachhaltigkeit positioniert werden. Die Grösse wird auf 100 Zimmer mit Wellbeing und Behandlungsräumen sowie Gastronomie- und Seminarräumen konzipiert. Das Konzept des Hotels ist auf den drei Säulen Gesundheit, Nachhaltigkeit und Authentizität aufgebaut. Diese drei Leitwerte prägen den Tourismusmarkt der Zukunft und liegen deshalb voll im Trend. Die Idee stiess beim Kanton auf Unterstützung und erhielt eine Anstossfinanzierung durch die Neue Regionalplanung. Zuerst wurden 22 mögliche Standorte evaluiert, aus denen dann letztlich drei Plätze hervorgingen, die eine Realisierung zulassen.

Machbarkeitsstudie für Waldstatt, Gais und Trogen

Der Architekt des REKA Feriendorfes in Urnäsch, Herr Prof. Roland Gnaiger hat für die drei Standorte eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Auf der Basis eines definierten Raumprogrammes entstanden drei individuelle Architekturkonzepte, resp. völlig unterschiedliche Resultate, die allesamt hervorragend in das bestehende Gelände integriert sind. Das Waldstätter Projekt sieht ein Pentagon (Fünfeckbau) vor, weil in alle Richtungen eine interessante und spannende Aussicht besteht. Alle Studien weisen spezifische Eigenheiten auf, die je nach Investor mehr oder weniger stark gewichtet werden dürften. Deshalb ist es Moment völlig offen, welcher Standort am Schluss das Rennen macht. Letztlich ist es jedoch für Ausserrhoden wichtig, dass das Projekt überhaupt realisiert, egal wo es schlussendlich steht.

Lebhafte Diskussion

In der anschliessenden Diskussion stiessen die Ausführungen durchwegs auf Zustimmung. Das Projekt wurde von mehreren Anwesenden als einzigartig gewürdigt. Die zahlreichen Fragen drehten sich einerseits auf die Chancen von Waldstatt andererseits aber auch primär um generelle Fragen zum Betrieb und dem zeitlichen Horizont. Andreas Felder hob die spezifischen Vor- und Nachteile des Waldstätter Projektes hervor, vermied es aber aus verständlichen Gründen ein Projekt zu favorisieren. Er bemerkte lediglich, dass kein Standort klar obenauf schwinge oder eindeutig das Schlusslicht bilde. Je nach Interessent liegen dessen Prioritäten anders. Es sei deshalb richtig gewesen, drei Standorte mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen zu evaluieren, damit das Angebot individuelle Ansprüche auf breiter Basis erfülle. Felder fügte an, dass es sehr anspruchsvoll war, das Vorhaben in Einklang mit dem geltenden Raumplanungsgesetz zu bringen, weil dessen rechtliche Vorgaben sehr streng wären. Die Realisierbarkeit ist bereits für alle drei Projekte mit den massgebenden kantonalen Instanzen geklärt.

Die Präsidentin, Ursula Weibel, schloss die die interessante und hoch stehende Diskussion mit dem Dank an den Referenten Andreas Felder für seine interessanten Ausführungen, verbunden mit dem Wunsch, dass möglichst rasch ein Investor das Vollholzhotel in Ausserrhoden realisiere. Jedenfalls stehe die FDP Waldstatt voll und ganz hinter dem Vorhaben. (be)