Jahresanlass 2002

Eine Textilfirma auf Erfolgskurs

FDP Waldstatt besichtigte am Jahresanlass die AG Cilander in Herisau

Herisau/Waldstatt Was muss man unter dem neuen Logistikzentrum der traditionellen Herisau Textilfirma Cilander verstehen? Was und wie produziert die auf Erfolgskurs stehende Firma hinter den neuen und bestehenden Fassaden ihrer Gebäulichkeiten an der Cilanderstrasse? Kürzlich erlebten rund 20 Interessierte einen spannenden Rundgang durch die Produktionsstätten. Die verantwortlichen Herren Ruedi Grünig und Alexander Barberi informierten kompetent und mit viel Herzblut, und mit einem durchaus berechtigten Stolz über Abläufe, Techniken, Maschinen, Märkte, Produkte usw.


 

Dass es zum Veredeln und Färben von modischen und technischen Geweben nicht nur Farbe und Wasser braucht, wurde den Teilnehmern schnell bewusst, als sie das grosse Chemikalienlager, wo Fässer, Tanks und Säcke stehen, durchschritten. Mit viel Know-how werden die verschiedensten Gewebe in mehreren Arbeitsgängen gefärbt, gebleicht, gewaschen, geschmirgelt – kurz veredelt. Riesige Walzen mit tausenden von Metern Stoff laufen auf modernsten Maschinen oder stehen bereit für den nächsten Arbeitsprozess.

Alt- und Neubau optimal genutzt

Mit dem praktischen Neubau konnten die Produktionsstätten erweitert und die Arbeitsabläufe optimiert werden. Der Rundgang ist äusserst abwechslungsreich: neue hohe Fabrikationshallen mit computergesteuerten Maschinen fügen sich an ältere Gebäude wo es noch rattert und dampft und ätzender Geruch in die Nasen steigt. Enge steile Treppen führen hinauf in ein Labor wo Erzeugnisse getestet und mit Vorlagemuster verglichen werden. Die Produktepalette scheint fast endlos zu sein: Hemden- und Blusenstoffe in den verschiedensten Mustern und Farben, filigrane Stickereien, schillernde Brokatstoffe, Kopftücher für den arabischen Raum, aufgeraute, weiche Stoffe, technische Gewebe für Airbags und Fallschirme usw. Diese Vielfalt lässt manches Textilerherz höher schlagen.

Aufwändige Planung

Mit durchschnittlich rund 15 verschiedenen Operationen vom Rohprodukt bis zum Endprodukt ist eine minutiöse Planung unerlässlich, eine Panne wäre eine Katastrophe – geliefert wird just in time. Damit jederzeit blitzschnell reagiert werden kann und der interne Kommunikationsweg so kurz wie möglich ist, wurden die Arbeitsplätze der Logistik/Administration in einen hellen übersichtlichen Raum im Neubau zusammengelegt.

Ausserrhoden stärken

Beim anschliessenden Apéro im Museum wurde ausführlich und intensiv diskutiert. Die Präsidentin der FDP Waldstatt, Monika Messmer, dankte der Firma Cilander für die Möglichkeit der Betriebsbesichtigung, und ganz besonders den Herren Grünig und Barberi für die interessante Führung. Sie wünschte der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern volle Auftragsbücher mit guten Margen, Innovation und Kreativität. Mit ihrem Erfolg würde die AG Cilander beitragen den Standort Appenzell Ausserrhoden zu stärken. mm