Jahresanlass 2000

Trinkwasser in Waldstatt

FDP Waldstatt besuchte am Jahresanlass die Wasserversorgung
der Gemeinde

In Waldstatt ist die Wasserversorgung seit über 100 Jahren nicht bei der
ordentlichen Gemeindeverwaltung angesiedelt. Es besteht eine öffentlich-
rechtliche Korporation, der alle Hauseigentümer angehören. Zudem besorgt
die Ortskorporation Waldstatt im Auftrag der Gemeinde noch die operative
Führung der öffentlichen Strassenbeleuchtung.

Als erstes orientierte Präsident Ernst Bischofberger generell über das Thema
Wasser. So war zu erfahren, dass die Ortskorporation rund 75 Prozent des
Wasserbedarfs aus dem eigenen Quellgebiet decken kann. Der Rest wird von
der Wasserkorporation Hinterland und von Herisau bezogen. Auch die
Möglichkeiten des Wassersparens wurde an konkreten Beispielen aufgezeigt.
Ein Datenblatt gab Aufschluss über alle wichtigen chemischen und
bakteriologischen Werte des Waldstätter Trinkwassers. Seit drei Jahren besteht
in der Wasserversorgung ein Qualitätssicherungssystem, das den heutigen
gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Anschliessend orientierte Wasserwart Aldo Bandelli im Pumpwerk Kernenmühle
über die Quellgebiete, die Wasseraufbereitung und den -transport.
Jedermann konnte den Einlauf des frischen Quellwassers aus nächster Nähe
erleben.

Im soeben fertig erstellten Reservoir Halde erklärte Ernst Bischofberger die
Funktionen eines Reservoirs mit Brauch- und Löschreserve. Imposant welch
umfangreiche Technik dieses unterirdische Bauwerk enthält. Zuletzt begab
sich die Gruppe zum «Herz» der Wasserversorgung, der Leitstelle in der
Betriebswarte. Dort erläuterten der neue Wasserwart Georg Rösselet und
dessen Stellvertreter Urs Kriemler die wichtigsten Elemente der komplexen
Steuerung aller Prozessabläufe. Mittels EDV werden die Abläufe in den
Reservoirs, Pumpwerken und Druckreduzierstationen geleitet und überwacht.
Damit der Wasserwart in seiner Bewegungsfreiheit etwas weniger als früher
eingeschränkt ist, übermittelt der Computer alle Störungsmeldungen via
Pager direkt dem Verantwortlichen. Bei einem Ausfall der automatischen
Steuerung können die Anlagen auch manuell bedient werden.

Abschliessend stellte die FDP-Präsidentin Monika Messmer fest, dass
die stetige Verfügbarkeit des Trinkwassers als Selbstverständlichkeit
betrachtet wird. Sie verdankte den Verantwortlichen die interessante
Führung. Beim anschliessenden gemütlichen Ausklang sorgte das
Thema Wasser noch weiter für fast unerschöpflichen Gesprächsstoff.