Hauptversammlung, Mittwoch 13. Mai 2009, 20.00 Uhr, im Restaurant Frohe Aussicht, Geisshalde

HarmoS überzeugt die FDP Waldstatt

Die FDP Waldstatt blickte an ihrer Hauptversammlung auf ein aktives und erfreuliches Jahr zurück. Kassier Werner Bösch hat nach langjähriger Tätigkeit seinen Rücktritt eingereicht. An seine Stelle wählte die Hauptversammlung Jürg Langenegger. Das anschliessende Referat von Regierungsrat Rolf Degen über die Einführung von HarmoS  in Ausserrhoden stiess auf grosses Interesse. Der Anpassungsbedarf ist für Ausserrhoden relativ gering. Die Auswirkungen werden als positiv und zukunftsgerichtet beurteilt.

WALDSTATT. Die gut besuchte Hauptversammlung der FDP Waldstatt war nach 45 Minuten bereits abgeschlossen. Der Kassier Werner Bösch trat nach 14 Jahren im Vorstand zurück. Die Versammlung wählte als Nachfolger Jürg Langenegger in den Vorstand.


       Ursula Weibel, Jürg Langenegger und Werner Bösch

Nach den statutarischen Geschäften referierte Regierungsrat Rolf Degen über das Projekt Harmonisierung der obligatorischen Schule in der Schweiz (HarmoS). In Kürze wird der Kantonsrat die Vorlage in der ersten Lesung behandeln. Die Erläuterungen und die anschliessende Diskussion zeigte, dass der Anpassungsbedarf im Schulwesen von Ausserrhoden nicht sehr hoch ist, weil zahlreiche Punkte in den letzten Jahren bereits umgesetzt wurden. Der Referent wies auf folgende Anpassungsbereiche hin:

Die obligatorische Schul- und Kindergartenzeit dauert 11 Jahre (2 Jahre Kindergarten, 6 Jahre Primarschule und 3 Jahre Sekundarschule. Heute erfüllen bereits 90% der Schüler diese Anforderung. Der Stichtag für den Eintritt in den Kindergarten ist einheitlich auf den 31. Juli festgelegt (4. Altersjahr erreicht). Heute ist der Stichtag 31. April. Die flexible Handhabung für eine spätere Einschulung oder für einen vorzeitigen Austritt aus der Sekundarschule ist wie bis anhin auf Gesuch hin möglich.

Es gelten einheitliche Schulziele für die ganze Schweiz (Fachbereiche, Bildungsstandards, Lernziele, Monitoring). Diese Harmonisierung mit den umliegenden Kantonen ist für Ausserrhoden als Wohnstandort erwünscht.
Gemeinden müssen Tagesstrukturen anbieten, wobei der Besuch dieser Angebote nicht Pflicht ist. 12 der 20 AR-Gemeinden haben dies bereits verwirklicht. Die konkrete Ausgestaltung bleibt Sache des Kantons, resp. der Gemeinden. Dazu gehört auch die Einführung von Blockzeiten, was bereits umgesetzt ist.

Die jährlichen Mehrkosten (Kanton und Gemeinden) betragen Fr. 300’000/Jahr. Im Vergleich mit anderen Kantonen sind die Auswirkungen für den Kanton AR relativ gering. Nachdem 9 Kantone der HarmoS zugestimmt haben, tritt es auf den 1. August 2009 in Kraft. Die Umsetzungsfrist läuft bis zum Schuljahr 2015.

In der kurzen Diskussion wird darauf hingewiesen, dass die Durchlässigkeit im interkantonalen Schulwesen durch HarmoS endlich gewährleistet ist, was im heutigen Mobilitätsverhalten der Familien eine hohe Priorität hat.

18.5.09/Bi